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Tutorial MenueChromatographieLerneinheit 3 von 9

Hochdruckflüssigchromatographie (HPLC)

Pumpen in der HPLC

HPLC-Pumpen haben die Funktion, den Eluenten mit konstantem Fluss gegen einen hohen Druck zu fördern. Dabei sollen sie pulsationsarm und totvolumenarm arbeiten, eine hohe Langzeitkonstanz und Zuverlässigkeit zeigen, damit qualitative und quantitative Aussagen aus den Detektorsignalen möglich werden.

Die heute häufig verwendeten Pumpen arbeiten mit konstantem Fluss (davon zu unterscheiden sind druckkonstante Pumpen), der auch bei Veränderung des Gegendrucks des Systems aufrechterhalten wird.

Der Druck durch die Säule hängt von der Teilchengröße der stationären Phase, der Säulenlänge und eventuellen nichterklärbaren Probenbestandteilen ab. Die Viskosität der Eluentenbestandteile zeigt ebenfalls Einfluss auf den Gegendruck. Wenn zum Beispiel bei der Gradientenelution das weniger viskose Lösungsmittel allmählich am Anteil des Eluenten zunimmt (und der Gegendruck des Systems damit abnimmt), wird über die Flussregelung der Pumpe eine konstante Fließgeschwindigkeit nachgestellt.

Diskontinuierliche Pumpen

Ähnlich dem Wirkprinzip einer Spritze wird langsam ein Reservoir pulsationsfrei geleert.

Abb.1
Verdränger-Pumpe

- kaum noch verwendet - nicht für Gradienten geeignet

Kontinuierliche Pumpen

Das Ansaugen und Fördern von Lösungsmittel wechseln sich ständig ab, so dass der Eluent ständig fließt.

Abb.2
Einkopfkolben-Pumpe

Durch eine asymmetrisch geformte Exzenterschleife (Cam) wird die Füllphase stark verkürzt. - für Gradienten geeignet - Pulsation des Flusses

Abb.3
Kurzhub-Doppelkolben-Pumpe

Ein Kolben saugt an, ein weiterer fördert (phasenversetzt), wobei ebenfalls eine Verkürzung der Ansaugphase durch die Verwendung asymmetrischer Exzenter erreicht wird. - für Gradienten geeignet - weniger Pulsation des Flusses - sehr teuer, da zwei Ventilpaare enthalten - häufig eingesetzt

Abb.4
Ein-Einhalbkopf-Pumpen

Zwei Kolben werden hintereinander geschaltet, wobei letzterer ebenfalls phasenversetzt arbeitet, jedoch nur 25-50 % des ursprünglichen Hubvolumens besitzt. - für Gradienten geeignet - weniger Pulsation des Flusses - häufig eingesetzt

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