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Tutorial MenueChromatographieLerneinheit 2 von 9

Dünnschichtchromatographie (DC)

Trennleistung und Rf-Wert

Der Retentionsfaktor (Rf-Wert) ist mit der Retentionszeit in der Säulenchromatographie vergleichbar und ist für jede Verbindung charakteristisch, aber vom chromatographischen System abhängig. Er lässt also eine qualitative Auswertung des Chromatogramms zu (gilt aber nicht als Beweis für eine Identifizierung). Der Rf-Wert ergibt sich als Quotient aus Laufstrecke der Substanz zur Laufstrecke des Fließmittels vom Startpunkt aus.

R f = s x s f s x - Strecke zwischen Startlinie und Substanzzone s f - Strecke zwischen Startlinie und Fließmittelfront
Abb.1
Ermittlung des Rf-Wertes

Eine Standardsubstanz, die unter gleichen Bedingungen auf der gleichen DC-Platte entwickelt wurde, ermöglicht das Einführen eines relativen Retentionsfaktors (Rst-Wert ), da alle experimentellen Bedingungen nur schwer zu kontrollieren sind.

R st = s x s Ref s Ref - Strecke zwischen Startlinie und Referenzzone

Die Trennleistung ist an der Verbreiterung eines Substanzfleckes entlang der chromatographischen Trennstrecke erkennbar, und wird unter anderem von der Zahl der theoretischen Böden bestimmt. Im Gegensatz zur Trennleistung beschreibt die Selektivität Unterschiede in den Rf-Werten von Substanzen. Es werden die relativen Fleckpositionen zueinander im Chromatogramm verglichen. Wie gut zwei Verbindungen getrennt werden, hängt also von der Trennleistung und von der Selektivität ab. Als Kenngröße dient die Auflösung R

R = d w 0,5/A + w 0,5/B w 0,5/A - Halbwertsbreite der Substanz A w 0,5/B - Halbwertsbreite der Substanz B d - Abstand der Fleckmittelpunkte
Abb.2

Das Ziel der Chromatographie ist immer eine optimale Auflösung zu erreichen (keine maximale!), da eine Erhöhung der Auflösung immer mit höheren Analysezeiten verbunden ist. Im Allgemeinen liegt eine gute Auflösung bei R-Werten zwischen 1,0 und 1,5

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