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Tutorial MenueChromatographieLerneinheit 9 von 9

Datenauswertung Chromatographie

Normierungsverfahren

Bei dem Normierungsverfahren werden die Flächen aller Peaks des Chromatogramms durch Integration bestimmt und addiert. Dann wird das Verhältnis der Fläche eines Peaks dazu ins Verhältnis gesetzt.

Das Normierungsverfahren wird verwendet:

  • wenn strukturell sehr ähnliche Verbindungen (z.B. Homologe) analysiert werden, z. B. verwandte Substanzen in Arzneistoffen
  • wenn Proben untereinander verglichen werden sollen, d.h. quantitative Angaben über die ungefähre Zusammensetzung der Probe interessant sind

Bedingung ist, dass keine Peaks überlagert sind bzw. wirklich alle Verbindungen auch von der Säule eluieren. Auch sollten gleiche Detektorempfindlichkeiten der Verbindungen vorliegen, da sonst Korrekturfaktoren zu ermitteln sind.

Es müssen alle Komponentenpeaks im Chromatogramm integriert werden. Dazu wird aber eine Grenze festgelegt (disregard level, z.B. 0,05 % der Peakfläche des größten Peaks), da sonst auch alle Rausch-Peaks mit erfasst werden. Die Summe solchen Rauschens kann leicht 10 % Peakfläche ausmachen.

Analysenfunktion

Analysenfunktion
cA, % = A A i = 1 n A i 100 A - Peakfläche cA, % - prozentuale Konzentration A - Analyt i - Nummer der weiteren Komponenten
Die aus dem Chromatogramm ermittelten Flächenprozente für einen Peak A sind proportional zu seiner Konzentration.

Aus der Formel wird ersichtlich, dass die Fläche eines Peaks A ins Verhältnis zur Summe aller Peakflächen gesetzt wird. Liegen unterschiedliche Detektorempfindlichkeiten vor, wird mit korrigierten Peakflächen ( f i A i ) gerechnet, was aber eine Bestimmung der Kalibrierfaktoren f i voraussetzt (siehe Kalibrierung mit externem Standard)

Zusammenfassung

Tab.1
Normierungsverfahren
VoraussetzungenVorteileNachteile
▪ Es dürfen keine Peaküberlagerungen vorliegen und alle Verbindungen müssen von der Säule eluiert werden. ▪ Einspritzvolumen der Probe muss nicht exakt gleich sein▪ zeigt Probenzusammensetzung an ohne aufwendige Kalibration ▪ keine Responsfaktoren zu berücksichtigen ▪ sehr aufwendig: alle Peakflächen müssen bestimmt werden ▪ alle Komponenten müssen separat eluieren ▪ mehr qualitative Aussagen
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