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Tutorial MenueChromatographieLerneinheit 1 von 9

Grundlagen der Chromatographie

Chromatographie-Kenngrößen zur Charakterisierung eines Stoffes (Analyt)

Verteilungskoeffizient K

K = cs cm cs - Konzentration des Analyten in der stationären Phase cm - Konzentration des Analyten in der mobilen Phase
  • Konzentration des Analyten in der stationären und in der mobilen Phase
  • beschreibt den theoretischen Gleichgewichtszustand
  • gleiche Volumina der Phasen vorausgesetzt

Phasenverhältnis β

β = Vm Vs Vm - Volumen der mobilen Phase Vs - Volumen der stationären Phase
  • Volumenverhältnis der Phasen
  • dient der Korrektur des Verteilungskoeffizienten
  • wenn groß, dann ist die Säule relativ durchgängig und eine große Menge an mobiler Phase liegt vor
  • übliche Werte: 5 bis 35 für die HPLC, 50 -1000 für die GC

Kapazitätsfaktor (Retentionsfaktor) k '

k ' = K β = cs Vs cm Vm K - Verteilungskoeffizient β - Phasenverhältnis cs - Konzentration des Analyten in der stationären Phase cm - Konzentration des Analyten in der mobilen Phase Vm - Volumen der mobilen Phase Vs - Volumen der stationären Phase

Wenn die Konzentration c in gL-1 angegeben wird, ist der Kapazitätsfaktor auch

k ' = mS mm mm - Masse des Analyten in der mobilen Phase ms - Masse des Analyten in der stationären Phase

Wenn die Konzentration c in molL-1 angegeben wird, ist der Kapazitätsfaktor auch

k ' = ns nm nm - Molzahl des Analyten in der mobilen Phase ns - Molzahl des Analyten in der stationären Phase

Soll der Kapazitätsfaktor eines Analyten experimentell bestimmt werden, nutzt man folgenden Zusammenhang:

k ' = tR t0 t0 tR - Bruttoretentionszeit t0 - Totzeit
  • Maß für die Wanderungsgeschwindigkeit in einem chromatographischen System
  • ist als Parameter günstiger zu verwenden als die Nettoretentionszeit, weil unabhängig von Säulenlänge und Fließgeschwindigkeit
Hinweis
Die Bestimmung der wahren Nettoretentionszeit ist in der Realität nicht so einfach möglich, da sie auf der exakten Bestimmung der Totzeit basiert. Diese ist aber nur sehr aufwendig bestimmbar (Chromatographieren einer homologen Reihe, lineare Regression). In der Praxis verwendet man Hilfsverbindungen zur Bestimmung der "experimentellen" Totzeit. Die wahre Totzeit des Systems ist so nicht zugänglich und ist kleiner als die experimentelle. Dadurch ist der Kapazitätsfaktor nur wenig aussagekräftig.
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