zum Directory-modus

Tutorial MenueAnalytische AnwendungsbeispieleLerneinheit 1 von 8

Gefahrenpotenzial von Rüstungsaltlasten

Standorte deutscher Rüstungsindustrie

Während der beiden Weltkriege wurden in Deutschland jeweils mehr als 60000 t Kampfstoffe produziert und eingesetzt. Schon allein diese Größenordnung lässt Rückschlüsse auf das Ausmaß der Produktion und die allseitige Gegenwärtigkeit der dafür notwendigen Produktionsstätten zu.

Die Karte zeigt wichtige Standorte der Kampfstoff- und Sprengstoffproduktion des ehemaligen Deutschen Reichs auf dem Gebiet der BRD und verdeutlicht die Problematik der Standortvielfalt der Rüstungsaltlasten-Verdachtsflächen. Bei all diesen Gebieten muss mit einer Belastung durch Schadstoffe aus der Rüstungsindustrie oder ihre Folgeprodukte gerechnet werden.

In den letzten 20 Jahren sind in allen Bundesländern umfangreiche Untersuchungen für eine erste Gefährdungseinschätzung solcher Standorte durchgeführt worden. Dabei wurden in die Untersuchungen auch solche Standorte mit einbezogen, die wegen der Vernichtung von Munition nach dem Krieg heute eine wichtige Kontaminationsquelle für branchentypische Schadstoffe darstellen. Dazu zählen z. B. die ehemaligen Versenkungsgebiete im niedersächsischen Teil der Nordsee. (Zwischen 1945 und 1947 sind bis zu 1 Mio. t Munition in die Küstengewässer der Nordsee eingebracht worden.)

Abb.1
Seite 3 von 15