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Gefahrenpotenzial von Rüstungsaltlasten

Vorgehensweise bei der Erkundung von Altlasten

Die Erkundung und Risikoabschätzung von Rüstungsaltlasten setzt ein gut ausgearbeitetes Untersuchungsdesign voraus. Dabei folgt die Erkundung solcher Verdachtsflächen ähnlich wie bei industriellen Altlasten einem sequentiellen (schrittweisen) Vorgehen:

Zunächst wird durch gründliche Recherchen das vorhandene Vorwissen über den Standort und seine Geschichte erweitert, um die Art und das Ausmaß der Kontamination grob abschätzen zu können. Danach werden im Rahmen von Voruntersuchungen wichtige Fragestellungen und Untersuchungsziele spezifiziert und ein genauer Probenahmeplan für die sich anschließenden Detailuntersuchungen aufgestellt. Alle Untersuchungen werden nun entsprechend durchgeführt, ausgewertet und interpretiert. Die Erkundung von Rüstungsaltlasten weist jedoch einige Besonderheiten auf. Dazu zählen:

  • die potentielle Gefährlichkeit der Kontaminanten
  • das oft nur lückenhafte oder unsichere Vorwissen zum Standort
  • eine mangelhafte Kenntnis der Toxizität und Transportpfade der Schadstoffe.

Ziel der Erkundung ist letztlich eine Risikoabschätzung der Verdachtsfläche, auf deren Basis Vorschläge für notwendige Sicherungs- oder Sanierungsmaßnahmen ableitbar sind.

Abb.1
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