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Tutorial MenueInstrumentelle Analytik - kompaktLerneinheit 1 von 4

Chromatographie - kompakt

Prinzip der Dünnschichtchromatographie (DC)

"...für Anfänger einfach und knifflig für Profis..."

Die Dünnschichtchromatographie ( engl. thin layer chromatography, TLC) ist ein Verfahren der Flüssigchromatographie, die in einem offenen System stattfindet. Die Umgebung spielt u.a. eine wichtige Rolle für die Sorbensschicht (stationäre Phase, z.B. lagert sich an den aktiven Zentren der Oberfläche Wasser aus der Luft an).

Das Fließmittel wird in der DC allein durch Kapillarkräfte durch die Sorbensschicht bewegt und transportiert die Substanzen des Analytgemisches mit sich. Im Gegensatz zur Säulenchromatographie lässt sich hier die Fließgeschwindigkeit nicht ohne weiteres beeinflussen. Reproduzierbares Arbeiten erfordert bei diesem analytischen Verfahren oftmals, einen Standard mitlaufen zu lassen, da eine ganze Reihe von Faktoren die Trennung beeinflussen und schwierig zu kontrollieren sind.

Abb.1
Dünnschichtchromatographie

Eine DC-Platte steht in einer Kammer, deren Boden mit Fließmittel gefüllt ist. Das Fließmittel bewegt sich durch Kapillarkräfte in der Platte nach oben und transportiert dabei die Bestandteile der Probe unterschiedlich weit.

Das Ergebnis der DC ist ein inneres Chromatogramm, d.h. die Substanzen werden detektiert, während sie sich in dem Trennbett aufhalten - sie verlassen das Trennbett nicht. Es enthält qualitative Aussagen (Position des Substanzfleckes) und quantitative Informationen (Fläche des Substanzfleckes), die vor allem durch wiederholte Detektion (Methoden mit unterschiedlicher Empfindlichkeit und Selektivität) entschlüsselbar sind. Ausgewertet werden die Chromatogramme meist visuell. Im Vergleich zur Säulenchromatographie, bei der eine Zeitspanne am Ende des chromatographischen Bettes gemessen wird, ist bei der DC die Wegdifferenz im Trennbett entscheidend.

Die DC ist die flexibelste chromatographische Methode in der modernen Analytik. Sie weist ein deutlich günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis auf (viele Daten in kurzer Zeit mit einem geringen Risiko) bei außerordentlicher Selektivität der Trennung.

Die Dünnschichtchromatographie besteht prinzipiell aus drei Arbeitsschritten: der Auftragung der Proben, der Entwicklung des Chromatogramms in der Kammer und der qualitativen oder auch quantitativen Detektion. Das jeweilige Trennproblem kann aber auch weitere Arbeitsschritte notwendig machen.

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