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Tutorial MenueAutoimmundiagnostikLerneinheit 2 von 2

Autoimmundiagnostik

Serodiagnostik der rheumatoiden Arthritis

Neben dem Rheumafaktor ist der Nachweis so genannter ACPAs – ACPA steht für Antikörper gegen citrullinierte Protein- und Peptidantigene – mittlerweile ein Standardverfahren in der Diagnostik der rheumatoiden Arthritis, das kürzlich auch in die aktualisierten offiziellen Kriterien zur Diagnostik einer rheumatoiden Arthritis aufgenommen wurde, die das American College for Rheumatology (ACR) festlegt1,2,3,. Mit Hilfe der ACPAs lässt sich der Krankheitsverlauf vorhersagen4,5,, und einige dieser Autoantikörper scheinen sogar ein gutes und objektives Messinstrument für die Krankheitsaktivität und den Therapieerfolg bei rheumatoider Arthritis zu sein6,7). Sollten sich diese ersten Ergebnisse internationaler Studien bestätigen, wäre das für die Diagnostik und die Therapie der rheumatoiden Arthritis, die als die häufigste Autoimmunerkrankung überhaupt gilt und an der nahezu ein Prozent der Weltbevölkerung erkrankt sind, ein bedeutender Schritt nach vorn.

Fest steht, dass bestimmte ACPAs direkt an der Entstehung der rheumatoiden Arthritis beteiligt sind8), indem sie an Bestandteile der eigenen Gelenkknorpel binden. Das lockt Fresszellen an, die Entzündungsbotenstoffe wie Tumor-Nekrose-Faktor-α und Interleukine sowie Gelenk-zerstörende Enzyme wie Elastase und andere Proteasen freisetzen. Eine Entzündung flammt auf, die der Körper nicht mehr unter Kontrolle bekommt. Die Folge ist fatal: Die Gelenke werden nach und nach zerstört.

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Abb.1
Antikörper gegen citrulliniertes Collagen

Antikörper ACC4 gegen citrulliniertes Collagen Typ 2 (PDB-Code: 2W65).

Antikörper-Kette A / B / C / D: grün / braun / hellblau / silber; vom Collagen abgeleitetes Peptid PCII-CIT1: blau; Citrullin: orange.

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