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Tutorial MenueAutoimmundiagnostikLerneinheit 1 von 2

Autoimmunität - eine Einführung

Angeborene und erworbene Immunität

Das Immunsystem verwendet zwei unterschiedliche Strategien zur Bekämpfung von unerwünschten Eindringlingen: Die unspezifische oder angeborene Immunabwehr und die spezifische oder adaptive Immunabwehr, auch erworbenes Immunsystem genannt. Sie bildet die Grundlage für das immunologische Gedächtnis.

Angeborene Immunität

Abb.1
Makrophage
Flickr ; Urheber: magnaram

Maus-Makrophage mit zwei Pseudopodien. Die beiden Ausstülpungen haben zwei Partikel erfasst, die zerstört werden sollen.

Die angeborene oder auch unspezifische Immunabwehr kann Krankheitserreger (Pathogene) bekämpfen, ohne dass der Organismus vorher mit dem Erreger selbst Kontakt gehabt haben muss. Spezialisierte Immunzellen, wie Makrophagen, natürliche Killerzellen oder Granulocyten, erkennen einen eingedrungenen Mikroorganismus und attackieren den Krankheitserreger indem sie ihn aufnehmen und verdauen, ein Mechanismus, der als Phagocytose bezeichnet wird.

Auch das Komplementsystem ist ein Bestandteil der angeborenen Immunität. Es besteht aus mehr als 30 zum großen Teil im Blutplasma gelösten Proteinen, die über eine kaskadenartig verlaufende Reaktionskette nacheinander aktiviert werden. Schließlich bildet sich der Membranangriffskomplex, ein Komplex aus neun Komplementfaktoren, C1 bis C9, der sich in die Zellmembran von Bakterien einlagert, sie auflöst und so den Eindringling zerstört.

Abb.2
Aktivierung der Komplementkaskade im Verlauf einer Immunreaktion
© Orgentec Diagnostika
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