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Tutorial MenueDie Welt der PlatinmetalleLerneinheit 4 von 5

Platin in der Krebstherapie

Neue Entwicklungen

Nachteil der Platin-Antitumorwirkstoffe der ersten Generationen sind die relativ starken Nebenwirkungen. Es kann je nach Verbindung zu Übelkeit und/oder Beeinträchtigung verschiedener Organe kommen, was man durch entsprechend angepasste Dosierung oder andere Maßnahmen wie erhöhte Flüssigkeitszufuhr, Gabe von Antiemetika und dergleichen zu mildern versucht.

Daher gibt es eine noch andauernde Suche nach Platin-Komplexen, die weniger Nebenwirkungen und ein breiteres Wirkungsspektrum aufweisen, sowie die Überwindung von Resistenzbildung bei wiederholter Anwendung ermöglichen.

Bisher wurden eine Vielzahl von Komplexen synthetisiert und an Zellen in vitro oder an Tieren in vivo untersucht. Einige von ihnen sind bereits in fortgeschrittenen klinischen Untersuchungen an Patienten getestet worden, so zum Beispiel die Verbindungen Picoplatin (Abb. 1) und Satraplatin (Abb. 2) .

Abb.1
Picoplatin
Abb.2
Satraplatin

Picoplatin wurde in einer klinischen Phase-III-Studie an Patienten mit kleinzelligem Lungenkrebs untersucht, Satraplatin in Phase III bei Einsatz gegen Prostatakrebs. Bisher jedoch konnten beide Medikamente noch keine Zulassung erlangen.

Derzeit werden vermehrt neuere Ansätze zur Identifizierung von besseren „Platins“ präsentiert, und es bleibt zu hoffen, dass weitere Treffer wie das Ergebnis mit Cisplatin vor uns liegen.

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