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Tutorial MenueDie Welt der PlatinmetalleLerneinheit 1 von 5

Platin als metallischer Werkstoff

Oxiddispersionshärtung

Abb.1
TEM-Aufnahme
© Heraeus

Die Abbildung zeigt eine TEM-Aufnahme von oxiddispersionsgehärteten Material, welches eine Vielzahl von 200-300 nm großer Oxid-Teilchen enthält.

Oxiddispersionsgehärtete Platin-Werkstoffe sind seit vielen Jahren bekannt, die nach verschiedenen, meist geschützten Verfahren (z.B. thermisches Spritzen und dynamische Oxidation einer Platin-Zirkonium-Legierung oder pulvermetallurgische Verarbeitung einer Platin-Zirkonium-Legierung) hergestellt werden. Heraeus stellt oxiddispersionsgehärtete Platin-Werkstoffe (DPH1)) durch einen schmelzmetallurgischen Prozess her, in dem Platin und seine Legierungen vor dem Gießen mit reaktiven Metallen (z.B. Zirkonium, Yttrium, Cer, Scandium) dotiert werden.

Der Gussbarren wird geschmiedet, zu einem Grobhalbzeug verarbeitet und einer oxidierenden Atmosphäre bei erhöhter Temperatur ausgesetzt. Während dieser Behandlung oxidieren die reaktiven Metalle fast vollständig im Inneren der Platin-Matrix; der Vorgang wird als innere Oxidation bezeichnet. Der innerlich oxidierte Werkstoff wird anschließend zum Fertigprodukt umgeformt und verarbeitet.

Das Material enthält eine Vielzahl 200-300 nm großer Oxid-Teilchen. Daneben treten auch extrem feine Teilchen bis 10 nm auf, die selbst unter gleichzeitiger Hochtemperatur- und Kriechbelastung stabil sind.

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