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Tutorial MenueDie Welt der PlatinmetalleLerneinheit 1 von 5

Platin als metallischer Werkstoff

Platin-Gold-Legierungen

Abb.1
Tiegel aus PtAu5
© Heraeus

Tiegel aus PtAu5 beim Aufschluss einer Analysenprobe in Lithiumtetraborat-Flussmittel.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Gold.

Das Zulegieren von Gold zur Platin-Basis führt zu einer deutlichen Erhöhung des Kontaktwinkels von Glasschmelzen auf der Metalloberfläche. Im Bereich 1100-1400 °C liegt der Kontaktwinkel eines typischen Borosilikatglases auf reinem Platin je nach Temperatur zwischen etwa 14° und 40°. Das heißt, dass die Oberfläche des Platins durch die Glasschmelze sehr stark benetzt wird. Das Zulegieren von lediglich 1 % Gold erhöht den Kontaktwinkel signifikant, bei 3 % Gold erreicht der Kontaktwinkel über einen breiten Temperaturbereich bereits 60°1). Aus diesen Erkenntnissen ist die handelsübliche Legierung PtAu5 entstanden, die günstige Festigkeits- und Verarbeitungseigenschaften mit einer geringen Neigung zur Benetzung durch Glasschmelzen verbindet.

Bei langen Auslagerungszeiten oberhalb ca. 1000 °C führt der im Vergleich zu Platin um mehrere Zehnerpotenzen höhere Dampfdruck des Golds zu einer Verarmung der oberflächennahen Bereiche in diesem Element und damit zu einer allmählichen Erhöhung der Benetzungsneigung.

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