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Tutorial MenueDie Welt der PlatinmetalleLerneinheit 1 von 5

Platin als metallischer Werkstoff

Physikalisch reines Platin

Nach der chemischen Abtrennung von Verunreinigungen in wässriger Lösung wird metallisches Platin in der Form eines Pulvers oder Schwammes mit einer Reinheit von mindestens 99,95 % ausgefällt. Die Reinheit wird durch chemische Analyse (z.B. ICP1)) geprüft. Da die maximale Reinheit, die durch diese chemischen Analyseverfahren nachgewiesen werden kann, etwa 99,99 % entspricht, muss im Falle noch strengerer Reinheitsanforderungen eine weitere Prüfung anhand physikalischer Methoden erfolgen. Vor allem werden die elektromotorische Kraft (EMK) sowie der Temperaturkoeffizient des elektrischen Widerstands (Tk) herangezogen. Physikalische Reinheit ist dann gegeben, wenn die EMK im Kontakt zu einem gegen die Internationale Temperaturskala von 1990 (ITS-902)) kalibrierten Platin-Standard gleich 0 ist. Das präzise kalibrierte Platin höchster Reinheit weist im Temperaturbereich 0-100 °C einen Tk = 3,925 x 10-3 K-1 auf. Für den praktischen Einsatz wird ein Tk-Wert von 3,850 x 10-3 K-1 als Nachweis der physikalischen Reinheit verstanden. Eine Feinjustierung der EMK ist bei Bedarf durch das Dotieren mit Spurenelementen möglich.

Abb.1
Platintemperatursensor
© Heraeus

Hier finden Sie weitere Informationen zu Platin Temperatursensoren

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