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Tutorial MenueDie Stoffklasse der aliphatischen KohlenwasserstoffeLerneinheit 14 von 14

Alkine - Reaktionen und Darstellung

Alkine: Isomerisierung

Da höher alkylsubstituierte (innerständige) Alkine stabiler sind als endständige (Hyperkonjugation), ist eine entsprechende Isomerisierung thermodynamisch begünstigt. Praktisch führt man die Reaktion mit mäßig starken Basen durch, die nicht in der Lage sind, endständige Alkine vollständig zu deprotonieren, z.B. Alkoholate bei hohen Temperaturen (> 100 °C ).

Der entscheidende Schritt ist die Tautomerisierung des Acetylid-Anions zum mesomeriestabilisierten Propargyl-Anion, z.B.:

Abb.1

Die Dreifachbindung wandert von der endständigen Position in die C-Kette.

Eine Isomerisierung in die umgekehrte Richtung unter Bildung eines endständigen Alkins erreicht man mit starken Basen, die in der Lage sind, endständige Alkine vollständig zu deprotonieren, z.B. Natrium-Amid bei 150 °C:

Abb.2

Die Reaktion verläuft deshalb in die umgekehrte Richtung, weil unter den stark basischen Bedingungen das stabilste Anion (Acetylid-Ion) gebildet wird und nicht, wie unter schwächer basischen Bedingungen, der stabilere Kohlenwasserstoff (innerständiges Alkin).

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