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Tutorial MenueDie Stoffklasse der aliphatischen KohlenwasserstoffeLerneinheit 5 von 14

Alkane: Cracking

Cracking: Hydrocracken

Das Hydrocracking konnte sich aus technischen Gründen erst Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts durchsetzen. Hierbei wird das katalytische Cracken unter einer Wasserstoffatmosphäre (300 - 500 m3 Wasserstoff pro Tonne Kohlenwasserstoff) durchgeführt. Dies hat den Vorteil, dass Verunreinigungen wie Schwefel und Stickstoff als Schwefelwasserstoff bzw. Ammoniak von dem Produkt leicht zu trennen sind. Beim Hydrocracken entstehen durch den Wasserstoff, der die entstehenden Radikale abfängt, keine Alkene, sondern nur gesättigte Alkane mit niedrigem Siedepunkt. Die Reaktionsbedingungen beim Hydrocracken sind mit 80 - 200 bar Druck und Temperaturen von 270 - 450 °C sehr drastisch.

Beim Einstufen-Prozess (Single-Stage Process) werden bifunktionelle Systeme, bestehend aus Metallsulfiden (Cobalt, Molybdän, Nickel) und Aluminiumoxid, als Katalysator verwendet. Nachteilig ist der mittelmäßige Umwandlungsgrad (etwa 60%) und die Tatsache, dass nur sehr kleine Fraktionen gewonnen werden können. Ferner setzt der gebildete Ammoniak die Aktivität des Katalysators herab. Als Weiterentwicklung hat man die Mehr-Stufen-Prozesse eingeführt. Die unerwünschten Nebenprodukte (Ammoniak und Schwefelwasserstoff) werden dabei vor dem eigentlichen Crack-Prozess in einem vorgeschalteten Reaktor abgetrennt.

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