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Alkine - Allgemein

Alkine: Vorkommen und Bedeutung

Alkine kommen im Erdöl und Erdgas nur in sehr geringen Mengen vor. In der belebten Natur gibt es jedoch Alkine, die in Pflanzen und auch einigen Tieren physiologische Funktionen übernehmen.

Abb.1
Ichthyotherol

Ichthyotherol ist ein Beispiel für ein Alkin mit physiologischer Aktivität. Es ist ein aktiver Bestandteil eines südamerikanischen Pfeilgiftes, das von Indianern im Amazonasbecken verwendet wird. Es wird aus Hautabsonderungen des Pfeilgiftfrosches gewonnen und verursacht bei Säugetieren Krämpfe.

In der Medizin werden Medikamente oft gezielt mit Dreifachbindungen versehen, da sie meist aktiver und weniger giftig sind sowie vom Organismus leichter aufgenommen werden als die entsprechenden Alkene oder Alkane. 3-Methyl-pent-1-in-3-ol, ein rezeptfreies Schlafmittel in den USA, ist solch ein Medikament. Zahlreiche andere Alkinole haben ähnliche Wirkungsweisen.

Abb.2
3-Methyl-pent-1-in-3-ol

Ein weiteres Beispiel für die höhere Wirkungsweise eines alkinylierten im Vergleich zum natürlichen Wirkstoff ist 17-Ethinylöstradiol, das ein wesentlich besseres Verhütungsmittel darstellt als das natürliche Hormon.

Abb.3
17-Ethinylöstradiol
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