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Tutorial MenueAlkineLerneinheit 6 von 8

HX-Addition an Alkine

Addition von HX an Alkine - Mehrfachaddition

Bei der Reaktion von Halogenwasserstoffverbindungen (HX) mit Alkinen entstehen Vinylhalogenide, wobei die Addition unter Markovnikov-Orientierung verläuft. Da aber das Reaktionsprodukt noch eine Doppelbindung enthält kann eine weitere Addition von HX zum gesättigten Dihalogenalkan erfolgen. Die Reaktion ist schwierig auf der Stufe des Vinylhalogenids anzuhalten.

Dabei wird das zweite HX-Molekül nun analog zu den Additionsreaktionen an Alkenen über den Mechanismus einer Protonierung und anschließenden Absättigung des resultierenden Carbeniumions durch das Halogenidion erfolgen. Auch dieser Schritt erfolgt mit Markovnikov-Orientierung und führt zu einem geminalen Dihalogenalkan.

Abb.1
Addition von HX an Propin

Die Protonierung des Vinylhalogenids erfolgt an dem nicht halogenierten C-Atom, weil die positive Ladung dann durch den +M-Effekt des Chloratoms stabilisiert werden kann. Diese Resonanzstabilisierung (3p-2p-Überlappung) entfällt bei einer Protonierung des anderen C-Atoms.

Abb.2

Die Resonanzstabilisierung des intermediären Carbeniumion-/Chloroniumion-Hybrids lässt sich gut auch an der C-Cl Bindungslänge im Vergleich mit Propylchlorid und 2-Chlorpropen erkennen.

Tab.1
Vergleich des Carbenium/Chloronium-Ions mit 2-Chlorpropan und 2-Chlorpropen
Verbindung 2-Chlorpropan Carbenium/Chloroniumion 2-Chlorpropen
elektrostatische Oberfläche
Abb.3
Abb.4
Abb.5
C-Cl Bindungslänge (berechnet: 3-21G*) 0.183 nm 0.164 nm 0.176 nm
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