zum Directory-modus

Tutorial MenueAlkeneLerneinheit 5 von 5

Reaktionen der Alkene

Cycloadditionen: Stereochemie bei supra-supra- und supra-antara-Cycloadditionen

Welcher der beiden Angriffsmodi bevorzugt wird, kann man aus dem Prinzip der Aromatizität von Übergangszuständen ableiten.

Abb.1
supra-supra

  • Hückel-System
  • (4n+2) π-Elektronen
  • aromatisch
  • thermisch erlaubt

Abb.2
supra-antara

  • Möbius-System
  • 4n π-Elektronen
  • aromatisch
  • thermisch erlaubt

Es hängt also davon ab, wie viele Elektronen an der Cycloaddition beteiligt sind, ob sie supra-supra (s+s) oder supra-antara (s+a) verläuft. Rein formal kann man die Zahl der beteiligten Elektronen ganz einfach bestimmen, indem man die Elektronenverschiebungspfeile zählt, die man zum Schreiben des Mechanismus benötigt. Pro Pfeil werden 2 Elektronen verschoben. Beispiele:

Abb.3
Elektronenverschiebungspfeile

Ob eine Reaktion (s+s) oder (s+a) verläuft, erkennt man am stereochemischen Verlauf. Bei (s+s) Cycloadditionen bleibt die Stereochemie der Edukte erhalten. Zum Beispiel liefert ein cis-substituiertes Alken bei der [4+2]-Cycloaddition ein syn-Produkt:

von vorne
von der Seite
von vorne
von der Seite

3D-Reaktionsanimation zur [4+2] supra-supra-Cycloaddition

3D-Reaktionsanimation zur [4+2] supra-antara-Cycloaddition

Wie die Substituenten von Alken und Dien zueinander stehen ist zunächst nicht festgelegt. Es gibt daher die oben gezeigten beiden Möglichkeiten a) und b). Je nach Substitution kann eines der Produkte in größeren Mengen gebildet werden. Man spricht in diesem Fall von endo- oder exo-Selektivität.

Seite 57 von 60