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Tutorial MenueAlkaneLerneinheit 4 von 7

Alkane: Vorkommen und Bedeutung

Alkane: Polymere

Alkane besitzen nicht nur als Brennstoffe eine große Bedeutung für unser Leben, sondern auch die wirtschaftlich bedeutendsten Kunststoffe gehören zu dieser Stoffklasse. Die zwei wichtigsten Vertreter sind das Polyethylen (PE) und das Polypropylen (PP).

Polyethylen (PE)

PE ist aus Ethan-Einheiten aufgebaut. Man unterscheidet HDPE (high density polyethylene) und LDPE (low density polyethylene). Beide Typen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Verzweigungsgrades und damit in ihrer Dichte. Die Größe der Moleküle ist leicht an der Molmasse abzulesen: z.B. besitzt HDPE eine mittlere relative Molmasse von 200.000 - 5.000.000 g/mol. PE ist leicht zu bearbeiten und ist auch beim Erwärmen resistent gegen viele Lösungsmittel. 1953 fanden Ziegler und Natta erstmalig Katalysatoren, welche die Herstellung von PE bei Raumtemperatur und Normaldruck ermöglichen. Durch diesen Fortschritt wurde PE zu einem der wichtigsten Kunststoffe. Er wird vor allem zur Herstellung von Hohlkörpern und Spritzguss-Teilen wie z.B. Flaschen, Kanistern, Folien und gasdichten Rohren eingesetzt. Der Polyethylen-Verbrauch in den USA, Japan und Westeuropa betrug 1990 ca 19 Mio t.

Abb.1
Polyethylen

Polypropylen (PP)

Auch PP, das aus Propan-Einheiten aufgebaut ist, kann bei niedrigen Temperaturen hergestellt werden und besitzt eine mittlere relative Molmasse von 150.000 - 600.000 g/mol. Wegen seines hohen Oberflächenwiderstandes und seiner Festigkeit wird PP zu Folien verarbeitet. Darüber hinaus findet es zur Herstellung von Bekleidung, Schaumstoffen, Gehäusen, Teppichen und Tauen Anwendung. Im Gegensatz zu PE kann reines PP weder angefärbt noch bedruckt werden. Die Produktion von PP belief sich 1989 auf 13,1 Mio t weltweit.

Abb.2
Polypropylen
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