zum Directory-modus

Tutorial MenueAlkaneLerneinheit 4 von 7

Alkane: Vorkommen und Bedeutung

Alkane: Naturstoffe

In der Natur sind Alkane weit verbreitet. Sie sind vor allem durch biologische Vorgänge entstanden. Ungeradzahlige unverzweigte Alkane kommen z.B. in Pilzsporen, geradzahlige unverzweigte Alkane z.B. in Sedimentgesteinen vor. Die Theorie, dass auf der Erde und dem Jupiter große Mengen an Methan nicht biogenen Ursprungs entstanden sind, konnte noch nicht bewiesen werden.

Methan wird in der Natur zum größten Teil durch Bakterien produziert, die z.B. im Verdauungssystem von Schweinen und Kühen leben. Des Weiteren kann es in Sümpfen gefunden werden, wo ebenfalls Bakterien das einfachste Alkan freisetzen; deshalb nannte man es auch lange Zeit Sumpfgas. Es kommt auch im Luftgemisch von Kohlegruben (Grubengas) vor und ist dort, da Methan-Luft-Gemische sehr explosiv sind, für das Schlagwetter verantwortlich. In den letzten hundert Jahren hat sich der Methanausstoß verdoppelt. Methan ist so zu einem der wichtigsten der so genannten Treibhausgase geworden, die für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden.

Abb.1
Reaktion von Methan und Sauerstoff ("Grubengasexplosion")

Es wird vermutet, dass Methan eine essenzielle Rolle bei der Entstehung des Lebens auf der Erde gespielt hat. Die Uratmosphäre bestand überwiegend aus Methan und Ammoniak, welche durch UV-Einwirkung zu Cyanwasserstoff (HCN) reagierten, das dann zu Adenin polymerisieren kann, einem wichtigen Baustein der Ribonucleinsäure. Reagieren Methan und Ammoniak in Gegenwart von Wasser miteinander, so entstehen Aminosäuren.

Einige Mikroorganismen (z.B. Pilze) können Alkane abbauen. Diese Mikroorganismen gewinnen immer mehr an Interesse, da sie z.B. in der Lage sind, Bodenverunreinigungen bei Ölunfällen zu beheben. Dadurch muss die verunreinigte Erde nicht mehr abgetragen und deponiert werden.

Seite 7 von 7>