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Theoretische Chemie: Einführung und historische Entwicklung

Bohr'sche Postulate

Die Bohr'schen Postulate:

  • Die Elektronen umkreisen den Kern nur auf bestimmten Bahnen und strahlen keine Energie ab. Oder: Für das Atom sind nur gewisse stationäre Zustände möglich, die sich dadurch auszeichnen, dass die Energie bestimmte Werte E n (n = 1, 2, 3, ...) hat und dass in diesen Zuständen keine Strahlung emittiert wird.
  • Beim sprunghaften Übergang von einer Bahn mit der Energie E 2 zu einer Bahn mit der niedrigeren Energie E 1 wird Energie in Form elektromagnetischer Wellen der Frequenz
ν = ( E 2 E 1 ) / h

abgestrahlt.

Oder: Ein Übergang von einem Zustand E n in einen anderen E m erfolgt sprunghaft unter

- Emission, wenn E n < E m mit h ν n m = E m - E n

- Absorption bei E n > E m mit h ν n m = E n - E m

Mängel des Bohr'schen Modells:

Erstens: Die zugrunde liegende Vorstellung von der Bewegung der Elektronen auf definierten Bahnen entspricht nicht der Wirklichkeit. Eine klassische Bewegung auf einer Kreisbahn ist eine beschleunigte Bewegung; das Elektron müsste an Energie verlieren und bei Abgabe kontinuierlicher Strahlung in den Kern stürzen. Überdies wäre die Bewegung auf die Kreisbahn beschränkt, folglich das Atom eine Scheibe.

Zweitens konnten die Energieniveaus für Atome mit mehr als einem Elektron nicht richtig berechnet werden.

Zudem gibt es keine qualitative Erklärung für die Ursache der chemischen Bindung.

Man konnte daraus schließen, dass die gesuchten Bewegungsgesetze nicht durch bloße Modifizierung der klassischen Theorie gefunden werden können, sondern man von einer grundsätzlich neuen Vorstellung ausgehen muss.

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