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Tutorial MenueStatistikLerneinheit 2 von 4

Fehler und Abweichungen

Wiederholpräzision

Die Wiederholpräzision ist die Präzision unter wiederholbaren Bedingungen.

Die Wiederholpräzision ist ein Maß für die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen von unabhängigen Messungen desselben Analyten, wobei alle der nachfolgend aufgelisteten Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • Anwendung der gleichen Messmethode
  • Wiederholung durch den gleichen Betreuer
  • Wiederholung mit demselben Messinstrument
  • Wiederholung am selben Ort
  • Wiederholung unter denselben Versuchsbedingungen
  • Wiederholung während einer kurzen Zeitperiode

Es werden unabhängige Messungen an verschiedenen Unterproben eines Testmaterials durchgeführt. Wenn möglich, sollten wenigstens acht Messungen durchgeführt werden.

Die Wiederholpräzision ist ein Charakteristikum einer Methode und nicht eines Ergebnisses.

Aufeinanderfolgende Messungen unter den oben genannten Bedingungen ergeben acht Einzelergebnisse, von denen die Standardabweichung berechnet wird.

Hinweis
Die Standardabweichung multipliziert mit 2,8 ergibt eine Wiederholpräzision auf einem 95%-Vertrauensniveau.
Beispiel

Angenommen, ein Analytiker benutzt eine Methode, bei der eine Wiederholpräzision von 2 mg mL-1 festgestellt wurde. Wenn, im Realfall, der gleiche Analytiker in einem kurzen Zeitintervall Messergebnisse von 50 mg mL-1 und 56 mg mL-1 erhält, würde man die Richtigkeit der Untersuchung in Frage stellen, da ein Unterschied von 6 mg mL-1 bei einer Wiederholpräzision von 2 mg mL-1 als zufällige Schwankung sehr unwahrscheinlich wäre. Richtiger wäre es, eine Methode, bei der die Vergleichspräzision unter reproduzierbaren Bedingungen betrachtet wird, anzuwenden.

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