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Tutorial MenueStatistikLerneinheit 2 von 4

Fehler und Abweichungen

Messunsicherheit

Die Messunsicherheit ist ein Parameter, der - verbunden mit dem Messergebnis - die Streuung der Werte charakterisiert, die vernunftgemäß auf die Messgröße zurückzuführen sind. Die Messunsicherheit setzt die Grenzen, innerhalb derer ein Ergebnis als genau, d.h. präzise und wahr, angesehen wird.

Die Messunsicherheit beinhaltet normalerweise viele Faktoren. Einige dieser Faktoren werden durch die statistische Verteilung der Ergebnisse von Serienmessungen bestimmt und können durch die experimentelle Standardabweichung charakterisiert werden. Die anderen Faktoren, die ebenfalls durch Standardabweichungen charakterisiert werden können, werden mittels angenommener Wahrscheinlichkeitsverteilungen, basierend auf experimentellen oder anderen Informationen, bestimmt.

Die Unsicherheit kann durch Feststellung aller Faktoren, die zur Unsicherheit beitragen, immer abgeschätzt werden. Der Beitrag der einzelnen Faktoren wird über Standardabweichungen, entweder aus wiederholten Messungen (für zufällige Faktoren) oder aus anderen Informationsquellen (für systematische Faktoren) abgeschätzt. Die gesamte Unsicherheit wird über die Varianzen der einzelnen Unsicherheitsfaktoren berechnet und als eine Standardabweichung dargestellt.

Hinweis
Die gesamte Unsicherheit mit einem Streufaktor von 2 multipliziert ergibt (näherungsweise) ein 95%-Vertrauensintervall.
Beispiel

Die Unsicherheit bei der Bestimmung von z.B. Atrazin in Wasser setzt sich aus mehreren verschiedenen Unsicherheitsfaktoren wie z.B. der Unsicherheit des wahren Atrazin-Gehalts des Standards, Unsicherheit bei der Verdünnung des Standards, Unsicherheit bezüglich des Verlusts von Atrazin beim Probenziehen und Lagern vor der Analyse sowie der Unsicherheit beim Vorkonzentrieren nach der Korrektur für die Wiederfindung zusammen.

Das Ergebnis wird folgendermaßen dargestellt: 1,02 ± 0,13 mg L-1 .

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