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Tutorial MenuePharmakokinetikLerneinheit 2 von 4

Einführung in die kinetischen Verfahren in der Pharmazie

Spektroskopische Methoden

Bei den spektroskopischen Methoden muss gewährleistet sein, dass das Lambert-Beer'sches Gesetz erfüllt ist und dass aus der Gesamtextinktion der Lösung die Konzentrationen der einzelnen Reaktanden berechnet werden können. Während die NMR- bzw. IR-Spektroskopie häufig schmale Banden ergeben, so dass auch mehrere Bereiche auswählbar sind, in denen einzelne Substanzen selektiv beobachtet werden können, ist die UV/Vis-Spektroskopie vor allem in Lösung wesentlich weniger substanzspezifisch. Die breiten Absorptionsbanden der Komponenten der Reaktionslösung überlappen häufig.

Man erhält nach dem Lambert-Beerschen Gesetz immer die Gesamtextinktion der Lösung bei der Messwellenlänge. Sind die Extinktionskoeffizienten aller Reaktanden bekannt, so können ihre Konzentrationsänderungen über eine Mehrkomponentenanalyse durch Messung der Absorption bei mehreren Wellenlängen aus einem überbestimmten Gleichungssystem über Ausgleichsrechnung ermittelt werden.

Die Voraussetzung, dass die Extinktionskoeffizienten bekannt sind, ist für eine kinetische Analyse immer schwieriger zu erfüllen als die Reaktion messtechnisch geeignet zu verfolgen, da Mehrkomponentenanalysen Grenzen gesetzt sind. Ist es unmöglich, auf diese Weise die Konzentrationsänderungen aller Reaktionspartner zu erhalten, so muss nach Zusatzinformationen gesucht werden. Es bietet sich die Aufnahme der Fluoreszenzspektren an, oder - was sehr aufwendig, aber erfolgreich ist - die kombinierte Untersuchung durch Spektroskopie und Chromatographie.

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