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Tutorial MenuePharmakokinetikLerneinheit 2 von 4

Einführung in die kinetischen Verfahren in der Pharmazie

Hemmung (Inhibierung)

Irreversible Hemmung

Irreversible Hemmung ist gleichzusetzen mit einer Zerstörung oder Modifikation des Enzyms.

Reversible Hemmung

Die reversible Hemmung kann nach Michaelis-Menten als zusätzliche Parallelreaktion mit einer zweiten Gleichgewichtskonstanten für den Inhibitor behandelt werden.

Die reversible Hemmung kann nach zwei Mechanismen geschehen, der kompetitiven und der nichtkompetitiven Hemmung.

  • kompetitive Hemmung:Bei der kompetitiven Hemmung konkurrieren Substrat und Inhibitor um das substratbindende aktive Zentrum des Enzyms. Die Affinität zwischen Substrat und Enzym scheint geringer, d.h. K M ist höher. Durch höhere Substratkonzentrationen wird die Inhibierung kompensiert. Die Maximalgeschwindigkeit ändert sich nicht.Nach Lineweaver-Burk ist die Steigung eine Funktion der Inhibitorkonzentration i . Sie ist beschreibbar durch: 1 v = K M v max ( 1 + i K I ) 1 [ S ] + 1 v max
Abb.1
Darstellung der kompetitiven Enzymhemmung nach Lineweaver-Burk
  • nichtkompetitive Hemmung: Bei der nichtkompetitiven Hemmung bindet der Inhibitor nicht am aktiven Zentrum des Enzyms, beeinflusst jedoch die Aktivität. Die Affinität und damit K M ändern sich nicht. Für die Bildung und den Zerfall des Enzym-Substrat-Komplexes ergeben sich jedoch andere Geschwindigkeiten und v max wird nie erreicht.Die Geraden haben unterschiedliche Steigung und keinen gemeinsamen Ordinatenabschnitt. Die Maximalgeschwindigkeit hängt vom Inhibitor ab: v max ( I ) = v max 1 + i K I
Abb.2
Darstellung der nichtkompetitiven Enzymhemmung nach Lineweaver-Burk
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