zum Directory-modus

Tutorial MenuePharmakokinetikLerneinheit 4 von 4

Kinetische Verfahren: Lösung der Differenzialgleichungen

Methode nach Marquardt

Beim Verfahren nach Marquardt werden die sich einander ergänzenden Stärken des Gradientenverfahrens und des Gauss/Newton-Verfahrens kombiniert. Die Richtung der Optimierung liegt hier stets dazwischen.

Beim Startpunkt beginnt man mit relativ hoher Wirkung des Gradientenverfahrens. Bei jedem erfolgreichen Optimierungsschritt erhöht sich über einen Gewichtungsfaktor der Anteil der Gauss/Newton-Richtung. Ist die Richtung nicht erfolgreich, so wird der Gewichtungsfaktor wieder erniedrigt.

Sind die Schätzwerte gut, so ist es sinnvoll, direkt mit Gauss/Newton zu arbeiten. Sind die Schätzwerte schlecht, so wählt man besser das Marquardt-Verfahren.

Auch bei diesem Typ der Auswertung kann durch Vergleich zwischen experimentellen Daten und angepasster Kurvenform über die aufgenommenen Residuen zwischen Schwankungen (bedingt durch Messwertstreuung), systematischen Abweichungen (z.B. bedingt durch mechanistische Fehler) oder prinzipiellen Schwierigkeiten bei den numerischen Ansätzen unterschieden werden.

Seite 6 von 6>