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Tutorial MenueElektrochemieLerneinheit 5 von 9

Akku

Lebensdauer eines Bleiakkumulators

Lebensdauer
Per definitionem ist das Ende der Lebensdauer erreicht, wenn die Speicherkapazität auf 80 % der Nennspeicherkapazität abgesunken ist.

Für einen modernen Bleiakkumulator können ca. 2000 Lade- und Entladezyklen erreicht werden.

Die Lebensdauer wird durch folgende Faktoren begrenzt:

  • Wichtig ist, dass der Akku immer im geladenen Zustand gelagert wird. Andernfalls ist ein starkes Sulfatieren, d.h. die Elektroden werden von einer Sulfatschicht bedeckt, nicht zu vermeiden. Eine Wiederherstellung ist unmöglich. Im Gegensatz zu dem NiCd-Akku sollte der Bleiakku nie völlig entladen werden. Dies hätte eine zusätzliche Belastung zur Folge und verringert die Anzahl der möglichen Ladezyklen.
  • Abschlammen, d.h. durch die Beanspruchung der Batterie bei Entlade- und Ladezyklen, fällt bei der positiven Platte die aktive Masse aus.
  • Verbleien
  • Gitterkorrosion - hierunter versteht man die Korrosion der aus Blei bestehenden Elektrode. Die Korrosion von Blei und Bleilegierungen in verdünnter Schwefelsäure ist sehr komplex. Beim Laden erfolgt die elektrochemische Oxidation des Gitters und Legierungsbestandteilen, wie etwa Antimon. Da die Löslichkeit des antimonhaltigen Sulfats bei hohen Säuredichten hoch ist, geht ein Teil davon in Lösung und kann an der negativen Elektrode wieder zu metallischem Antimon reduziert werden (Antimonvergiftung). Es können auch andere metallische Legierungsbestandteile des positiven Gitters oxidiert werden. Eine Folge der Korrosion ist die Bildung von Passivschichten aus Bleisulfat, die zu einer ungünstigen Spannungslage beim Laden und Entladen führen kann. Eine weitere Folge der Gitterkorrosion ist eine Volumenvergrößerung des positiven Gitters, da die Korrosionsprodukte ein größeres Volumen als die Ausgangsprodukte einnehmen.
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