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Tutorial MenueAtomabsorptionsspektrometrieLerneinheit 10 von 10

Atomabsorptionsspektrometer - Aufbau und virtuelles Messgerät

Hochstrompulsen

Beim Hochstrompulsen handelt es sich um ein Verfahren zur Untergrundkorrektur, das im Prinzip auf den gleichen Grundlagen basiert wie der vorhergehend dargestellte Einsatz von Kontinuumstahlern. Anstelle einer kontinuierlich emittierenden Lichtquelle wird in diesem Fall jedoch der Linienstrahler selbst für die Untergrundmessung und -Kompensation herangezogen.

Durch die kurzfristige starke Erhöhung der Stromstärke, die dem Verfahren den Namen gibt, kommt es zu einer Aufheizung und damit einhergehend zu einer starken Verbreiterung der Linien der Hohlkathodenlampe (HKL). Bezüglich der theoretischen Grundlagen einer solchen Verbreiterung sei auf die Lerneinheit Spektrallinien verwiesen.

Durch diese Linienverbreiterung emittiert die HKL nun in erheblichem Maße Strahlung, die von den unverändert schmalen Absorptionslinien des Analyten in der Flamme nicht absorbiert wird. Diese Strahlung erfüllt damit den gleichen Zweck der Untergrundmessung, dem auch die Kontinuumstrahler dienen:

Abb.1
Untergrundmessung und -Korrektur mittels Hochstrompulsen

Ein wichtiger Vorteil des Hochstrompulsens ist, dass für Linie und Untergrund nur eine einzige Lichtquelle benötigt wird, wodurch bei beiden Messungen der Lichtstrahl die Probe unter exakt gleichen geometrischen Verhältnissen durchquert. Ein Nachteil ist die deutlich verkürzte Lebensdauer der Lampe durch die thermische Belastung beim Hochstrompuls.

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