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Tutorial MenueAtomabsorptionsspektrometrieLerneinheit 10 von 10

Atomabsorptionsspektrometer - Aufbau und virtuelles Messgerät

Untergrundmessung und Untergrundkorrektur

Im Rahmen der Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) wird ein linearer Zusammenhang zwischen Extinktion E und Analytkonzentration c in der Probe gemäß dem Lambert-Beer-Gesetz gesehen:

E = c d ε d = Schichtdicke ε = Extinktionskoeffizient

In der Praxis kommt es jedoch häufig vor, dass die Strahlung nicht nur durch den Analyten geschwächt wird, sondern auch durch unerwünschte Effekte, so genannte Interferenzen. Dabei handelt es sich um Streuung und Absorption des Messlichts an anderen Spezies in der Flamme, was zu einer scheinbaren Zunahme der Extinktion des Analyten und damit zu einer Überbestimmung führt. Deshalb muss man die Größe dieser Nebeneffekte so gut wie möglich bestimmen - man spricht von der so genannten Untergrundabsorption, die gemessen und von der Gesamtabsorption abgezogen werden muss. Diese Prozedur wird Untergrundkorrektur oder auch Untergrundkompensation genannt, sie wird im AAS-Gerät automatisch vollzogen. Je nach Messprinzip sind oft zusätzliche optische Baugruppen erforderlich (z.B. Polarisatoren), die häufig das Signal-Rausch-Verhältnis S/R verschlechtern.

Zur Messung und Korrektur der Untergrundabsorption gibt es im wesentlichen vier Verfahren, die auf den folgenden Seiten nacheinander vorgestellt werden:

  • Ausnutzung des Zeeman-Effektes: Zeeman-Untergrundkompensation,
  • Einsatz eines Kontinuumstrahlers: Untergrundkompensation mit Deuterium- und Halogenlampen,
  • Hochstrompulsen,
  • Messen neben der Linie.
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