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Tutorial MenueThermodynamikLerneinheit 1 von 8

Thermodynamik: Einleitung

Systeme

Unter einem System versteht man einen Bereich, der kontrollierten Veränderungen unterliegt, beispielsweise eine definierte Gasmenge in einem Behälter. Je nach Möglichkeit zum Austausch von Stoff, Wärme oder Arbeit mit der Umgebung werden offene, geschlossene und abgeschlossene Systeme unterschieden.

Tab.1
Klassifikation der Systeme
SystemAustausch mit der Umwelt von
offenEnergie und Masse
geschlossenEnergie (keine Masse)
abgeschlossenkein Asutausch (keine Energie, keine Masse)

Für die Ableitung thermodynamischer Gesetzmäßigkeiten sind abgeschlossene und offene Systeme wenig hilfreich, weil sie entweder keine oder zu viele Variable aufweisen. Eine besondere Rolle spielen geschlossene adiabatische und isotherme Systeme. Reale chemische Vorgänge finden meist in Zwischenformen der genannten Systeme statt, können aber je nach Reaktionsbedingungen auch weitgehend isotherm, adiabatisch oder isochor verlaufen. Langsam verlaufende chemische Reaktionen können als näherungsweise isotherm verstanden werden, wenn die Wärmezu- oder -abfuhr hinreichend schnell erfolgt. Schnelle Verbrennungs- oder Explosionsvorgänge hingegen, die unter starker Erhitzung des Systems verlaufen, kommen adiabatischen Verhältnissen nahe.

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