zum Directory-modus

Tutorial MenueThermodynamikLerneinheit 1 von 8

Thermodynamik: Einleitung

Einführung

Sowohl die Berechnung von Energien bei chemischen Reaktionen wie auch die Gesetzmäßigkeiten von chemischen Gleichgewichten gehören zum Gebiet der Thermodynamik.

Das Wort Thermodynamik ist aus den griechischen Wörtern für Wärme und Bewegung zusammengesetzt. Der Begriff ist missverständlich, denn zum einen spielen in der Thermodynamik auch andere Energieformen als Wärme eine Rolle, zum anderen kann von Bewegung nur im molekularen Bereich die Rede sein; makroskopisch werden vielmehr im Gleichgewicht befindliche Systeme betrachtet. Die Thermodynamik beschäftigt sich unter anderem mit der Untersuchung der Gesetzmäßigkeiten der Umwandlung von Wärme in andere Energieformen und umgekehrt, ist also zunächst ein Teilgebiet der Physik.

Die chemische Thermodynamik ist die Anwendung thermodynamischer Gesetze und Methoden auf chemische Vorgänge, insbesondere auch auf chemische Gleichgewichte. Die thermodynamischen Beziehungen und Berechnungen enthalten stets nur im Ruhezustand makroskopisch experimentell bestimmbare Größen wie Druck, Temperatur, Konzentration, Energie, Enthalpie, Entropie. Zum Verständnis der makroskopischen thermodynamischen Eigenschaften der Stoffe sind aber gerade für den Chemiker die Beziehungen zu den molekularen Eigenschaften nützlich und oft einfach herstellbar. Mit Hilfe der Thermodynamik ist es möglich zu berechnen, ob eine konkrete chemische Reaktion überhaupt möglich ist und in welchem Umfang dann eine Umsetzung zu erwarten ist. Darin besteht ihr besonderer Nutzen für den Chemiker.

Nicht zum Gebiet der Thermodynamik gehört die Behandlung des makroskopisch-zeitlichen Ablaufs von Reaktionen sowie der gleichzeitigen Veränderungen der reagierenden Moleküle. Beides fällt in das Gebiet der Reaktionskinetik.

<Seite 1 von 3