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Tutorial MenueFlüssigkeitenLerneinheit 7 von 10

Lösungen flüchtiger und nichtflüchtiger Stoffe

Destillation

Kontinuierliches Verdampfen einer flüssigen Phase und Kondensation an einer anderen Stelle bezeichnet man als Destillation. Nur wenn sich die Dampfdrücke und damit die Siedepunkte der Reinkomponenten stark unterscheiden (ΔKp > ca. 80 K), kann man mit einer einfachen Destillationsapparatur gute Trennergebnisse erreichen. (Tatsächlich wird die Trennleistung durch das Dampfdruckverhältnis der beiden Stoffe bestimmt.)

Abb.1
Destillationsapparatur

Bei geringeren Siedepunktsdifferenzen oder zur Trennung komplexerer Gemische verwendet man Destillierkolonnen. In der Kolonne, die zwischen Destillierkolben und Destillieraufsatz eingesetzt wird, kondensiert der aufsteigende Dampf teilweise und zwar bevorzugt die schwerer flüchtige Komponente. Die frei werdende Kondensationswärme führt vorzugsweise zum Verdampfen der leichter flüchtigen Komponente. Die Folge ist die Einstellung eines Fließgleichgewichts, in dem Dampf von unten nach oben aufsteigt und Kondensat von oben nach unten zurückläuft. Nach oben hin reichert sich die leichter flüchtige Komponente mehr und mehr an und kann am Kolonnenkopf in reiner Form langsam abgezogen werden. Die Gewinnung von reinem Benzol im oben verwendeten Beispiel würde man in der Praxis also nicht durch mehrfache Destillation erreichen, sondern durch Verwendung einer Kolonne mit hinreichender Trennleistung. Die Bauweisen von Kolonnen sind sehr unterschiedlich (zum Beispiel Glockenbodenkolonnen, Füllkörperkolonnen).

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