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Tutorial MenueFlüssigkeitenLerneinheit 7 von 10

Lösungen flüchtiger und nichtflüchtiger Stoffe

Molmassebestimmung

Die Messung der Siedepunktserhöhung oder der Gefrierpunktserniedrigung kann zur Molmassebestimmung verwendet werden. Voraussetzung ist dabei die Löslichkeit der betreffenden Verbindung im verwendeten Lösungsmittel ohne Zersetzung. Gute Werte erhält man zudem nur für nicht zu konzentrierte Lösungen; ansonsten ist der einfache lineare Zusammenhang zwischen Konzentration und Gefrierpunktserniedrigung und Siedepunktserhöhung nicht mehr gegeben.

Für die Gefrierpunktserniedrigung einer Lösung des Stoffs A gilt:

Δ T G = K f b A

Ist L die Masse des Lösungsmittels in kg und nA die Teilchenmenge in mol, so ist die Molalität b = nA /L.

Δ T G = K f n A / L

nA kann ausgedrückt werden als mA/MA, wobei mA die Masse an A und MA die molare Masse von A ist. Daraus ergibt sich für MA:

M A = K f m A Δ T G L ( Z )

Gegebenenfalls ist mit dem Zerfallsfaktor Z zu multiplizieren.

Zum Beispiel:

  1. Zerfällt festes NaCl in wässriger Lösung in Na+ und Cl: Z = 2
  2. Lagert sich Essigsäure in unpolaren Lösungsmittel zu Dimeren zusammen: Z = 1/2
Abb.1
Beispiel

0,16 g einer Verbindung werden zur Molmassebestimmung in 26,25 g Cyclohexan gelöst. Durch Messung der Gefrierpunkte des reinen Cyclohexans und der Lösung ergibt sich eine Gefrierpunktserniedrigung von 0,976 K. Kf (Cyclohexan)= 20,2 K kgmol-1 .

M A = K f m A Δ T G L ( Z ) = 20,2 K kg 0,16 g 0,976 K 26,25 10−3 kgmol ( 1 ) = 126 gmol-1
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