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Tutorial MenueFlüssigkeitenLerneinheit 5 von 10

Lösungen

Mol und Äquivalent

Die Zusammensetzung von Lösungen ist variabel. Da die Konzentration im Einzelfall bekannt sein muss, kommt den unterschiedlichen Dimensionen und Einheiten Bedeutung zu.

Die früher sehr gebräuchliche Stoffmengeneinheit des Äquivalents (1 val) wird heute nicht mehr zur Verwendung empfohlen. Der Grund für die Einführung des Äqivalents war, dass 1mol (s. Mol) eines Stoffes oft auch 2 oder 3 mol Protonen (H+-Ionen) oder auch mehrere mol Elektronen austauschen kann. 1 mol mehrfach geladenener Ionen trägt ein ganzzahliges Vielfaches an Elementarladungen. Wenn man Reaktionsumsätze (vorzugsweise bei Titrationen) auf 1 mol Protonen oder Elektronen bezieht, muss die Stoffmenge entsprechend geteilt werden. Es galt zum Beispiel:

Tab.1
1 valentsprichtin Bezug auf
1 val H2SO4 1/2 mol H2SO4 Protonenaustausch
1 val KMnO4 1/5 mol KMnO4 Elektronenaustausch in saurer Lösung
1 val KMnO4 1/3 mol KMnO4 Elektronenaustausch in basischer Lösung
1 val Ca2+ 1/2 mol Ca2+ Ionenladung

Eine Lösung mit der Konzentration 1 val/L bezeichnete man als 1-normale Lösung (1 N-Lösung).

Die Verwendung des Mols als alleinige Stoffmengeneinheit machte die Einführung von (fiktiven) Äquivalentteilchen notwendig:

1 Neutralisationsäquivalent = 1/2 H2SO4 1 Redoxäquivalent KMnO4 = 1/5 KMnO4 1 Ionenäquivalent Ca2+ = 1/2 Ca2+

1 mol Äquivalentteilchen entspricht dann 1 val, das heißt eine früher als 1-normal bezeichnete Schwefelsäure wäre zu schreiben als

c ( 1 / 2 H 2 S O 4 ) = 1 mol / L
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