zum Directory-modus

Tutorial MenueFlüssigkeitenLerneinheit 9 von 10

Leitfähigkeit von Elektrolyten

Dissoziationsgrad

Aus den Kurven kann man - für starke Elektrolyte relativ genau, für schwache nur ungenau - auf die molare Leitfähigkeit bei unendlicher Verdünnung extrapolieren. Sie wird mit Λ0 oder Λ symbolisiert. Für schwache Elektrolyte gilt:

α = Λ Λ

α wird als Dissoziationsgrad bezeichnet und gibt das Verhältnis der Zahl von dissoziierten Molekülen zur Gesamtzahl der Moleküle an, ist also bei vollständiger Dissoziation 1.

α = Konzentration dissoziierter Moleküle Konzentration der ursprünglich vorhandenen Moleküle = Anteil der disoziierten Moleküle

Der Dissoziationsgrad und damit die molare Leitfähigkeit schwacher Elektrolyte ist konzentrationsabhängig, weil mit zunehmender Verdünnung schwache Elektrolyte stärker dissoziieren, das heißt das Dissoziationsgleichgewicht verschiebt sich nach rechts. In extrem verdünnten Lösungen sind schwache Elektrolyte vollständig dissoziiert, in konzentrierten Lösungen dagegen kaum. Die Änderung der molaren Leitfähigkeit mit der Konzentration ist also auf die Änderung des Anteils dissoziierter Moleküle zurückzuführen. Dieser Zusammenhang wird durch das Ostwald'schen Verdünnungsgesetz wiedergegeben:

K c = α 2 ( 1 α ) c 0
Seite 4 von 8