zum Directory-modus

Tutorial MenueFlüssigkeitenLerneinheit 1 von 10

Flüssigkeiten: Einführung

Viskosität

Die Viskosität einer Flüssigkeit ist deren Fließvermögen. Sie beruht auf zwischenmolekularen Anziehungskräften. Die Stärke der Anziehungskräfte kann durch Viskositätsmessungen ermittelt werden, z.B. der Kugelfallmethode (Abb. 1) . Je Viskoser eine Flüssigkeit ist, desto größer sind die Kräfte und die Reibung zwischen den Teilchen.

Abb.1
Kugelfallmethode

Unter normalen Bedingungen ist die Viskosität einer Flüssigkeit etwa 25 bis 75 mal größer als die des entsprechenden Dampfes.

Temperatur- und Druckabhängigkeit

Temperaturerhöhung vermindert die Kräfte zwischen den Teilchen, die Viskosität nimmt ab. Die Temperaturabhängigkeit der Viskosität bei konstantem Druck wird für viele Flüssigkeiten in erster Näherung durch die Arrhenius-Gleichung wiedergegeben.

Mit wachsendem Druck nimmt die Viskosität zu, und zwar umso mehr, je komplexer die Moleküle gebaut sind. Sie vergrößert sich ebenfalls, wenn in ein Molekül polare Gruppen eingebaut werden. So ist z.B. die Viskosität von Anilin etwa sechsmal größer als die von Benzol, die von Glycerol etwa 340 mal so groß wie die des n-Propanols. Entsprechend diesem unterschiedlichen Verhalten teilt man die Flüssigkeiten in unpolare, polare und assoziierte Flüssigkeiten ein.

Übungsaufgaben

Seite 3 von 7