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Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 8 von 20

VSEPR-Theorie - Einführung

Zusammenfassung der VSEPR-Theorie

Zusammenfassend kann die VSEPR-Theorie von Gillespie und Nyholm folgendermaßen dargestellt werden:

  • Die VSEPR-Methode gestattet unter Anwendung einfachster Voraussetzungen die Molekülstrukturen von Molekülen bis zur Koordinationszahl 6 verhältnismäßig genau vorherzusagen.
  • Sie verzichtet auf den mathematischen Apparat der Quantenchemie und betont die innerelektronische Abstoßung.
  • Zur Verfahrensweise:Bindende und freie Elektronenpaare ordnen sich so auf einer Kugelfläche um das zentrale Atom A an, dass sie maximalen Abstand voneinander bekommen. In erster Näherung bilden sich hochsymmetrische Strukturen aus.
    • Diese hochsymmetrischen Strukturen erfahren Deformationen durch folgende vier Faktoren:
    • durch den erhöhten Raumbedarf freier Elektronenpaare,
    • durch den erhöhten Raumbedarf von Doppel- und Dreifachbindungen,
    • durch den geringeren Raumbedarf elektronegativer Liganden,
    • durch Bindungswinkelaufweitung bei Benutzung nicht abgesättigter Valenzschalen am Zentralatom.
  • Auch wenn einige Strukturen (zum Beispiel Radikale, Dreielektronenbindungen, AX6 E-Typ usw.) nicht korrekt vorhergesagt werden, stellt die Methode doch ein wichtiges Hilfsmittel bei Strukturüberlegungen dar.
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