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Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 3 von 20

VB- und MO-Methode

Die Molekülorbital-Methode

Die Molekülorbital-Methode geht nicht von der Individualität der beiden Atome im Molekül aus, sondern betrachtet das fertige Molekül als Ganzes. Die Energieniveaus sind dann nicht mehr die Orbitale der beiden Atome (AO), sondern die Molekülorbitale (MO). Die Molekülorbitale werden durch Näherungen berechnet, wobei man auf die Atomorbitale der Bindungspartner zurückgreift. Bei der einfachsten Näherung werden die MO's durch Linearkombination (Addition bzw. Subtraktion) von Atomorbitalen berechnet (LCAO-Methode: Linear Combination of Atomic Orbitals). Im Fall des Wasserstoffmoleküls erhält man durch Addition und Subtraktion der beiden 1s-Funktionen zwei Molekülorbitale unterschiedlicher Energie, die man als bindendes σ-MO und antibindendes (lockerndes) σ* -MO bezeichnet.

Abb.1
Abb.2

Die Besetzung von MO's erfolgt wie die von Atomorbitalen unter Beachtung der energetischen Reihenfolge, der Hund-Regel und des Pauli-Prinzips.

Abb.3

Da das bindende MO energetisch tiefer liegt als die 1s-AO's der freien H-Atome, besetzen beide Elektronen das σ-MO, während das σ* -MO leer bleibt. Die Bildung des Moleküls ist also mit Energiegewinn verbunden.

Abb.4
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