zum Directory-modus

Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 2 von 20

Atombindung

Pauling

Der Begriff der Elektronegativität wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von Pauling eingeführt. Von ihm stammt auch die erste Elektronegativitätsskala. Sie basiert auf den experimentell bestimmten Werten der Bindungs- beziehungsweise Dissoziationsenergien von Molekülen. Man geht dabei von Atomen A und B aus, die in Form der Moleküle A2, B2 und AB vorkommen (zum Beispiel H2, Cl2, HCl). Zunächst wird ein theoretischer Wert der Dissoziationsenergie für eine ideale kovalente Bindung im Molekül AB berechnet, indem man einfach das arithmetische oder geometrische Mittel der Dissoziationsenergien von A2 und B2 bildet. Diesen Wert vergleicht man mit der experimentell bestimmten tatsächlichen Dissoziationsenergie von AB:

E A B = E A A E B B + Δ E A B kovalenter Anteil ionischer Anteil

Der zusätzliche Bindungsanteil Δ E A B kommt durch elektrostatische Anziehung der beiden Dipolenden innerhalb des Moleküls zustande.

Nach Pauling gilt:
x = 126  kJmol-1 [ E N A E N B ],
wobei x die Elektronegativität (EN) eines Elements ist.

Die Zahlenwerte wurden so gewählt, dass keine negativen x-Werte auftreten und ein bequemer numerischer Bereich erreicht wird. Durch Vergleich der Dissoziationsenergien für eine größere Zahl von Elementen, deren Verbindungen und Festlegung der Elektronegativität des Fluors mit einem Wert von 4 erhielt Pauling die Elektronegativitätsskala.

Abb.1
Elektronegativitätsskala
Seite 6 von 8