zum Directory-modus

Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 7 von 20

Hybridisierung und VSEPR

Hybridisierung und VSEPR-Theorie

Abb.1

Die Annahme des relativ hohen Raumbedarfs von freien Elektronenpaaren bildet eine wesentliche Grundlage der VSEPR-Theorie (Valence Shell Electron Pair Repulsion) von Gillespie und Nyholm (1957). Die Aussage der Theorie ist, dass die Molekülstruktur bestimmt wird durch die Abstoßung von Bindungs- und freien Elektronenpaaren. Die Anordnung mit minimaler Abstoßung entspricht der energieärmsten und damit stabilsten Struktur des Moleküls. Die tetraedrische Struktur des Methans wird demnach durch die Abstoßungkräfte zwischen den vier Bindungselektronenpaaren verursacht, denn diese Struktur gewährleistet größtmögliche Entfernung der Bindungselektronenpaare voneinander. Die VSEPR-Theorie benötigt keine Hybride zur Deutung der Molekülstrukturen, sondern verwendet eine physikalisch plausible elektrostatische Modellvorstellung. Da in der Chemie, vor allem auch zur Erklärung komplizierterer Molekülstrukturen, oft mit Hybriden gearbeitet wird, wird die VSEPR-Theorie oft unter gleichzeitiger Verwendung von Hybriden verwendet.

Seite 5 von 10