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Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 7 von 20

Hybridisierung und VSEPR

Strukturen von Molekülen mit Einfachbindungen

Ähnlich wie die unterschiedliche Besetzung der Hybridlappen mit σ-Bindungen oder freien Elektronenpaaren für das sp3-Hybrid am Beispiel von CH4, NH3 und H2O, kann dies auch für andere Hybride erfolgen.

Zur Kritik der Ableitung von Molekülstrukturen mittels Hybriden soll nicht verschwiegen werden, dass das Verfahren bei den leichteren Elementen "legitim" erscheint, bei den schwereren allerdings der Einwand ins Feld geführt werden kann, dass sich die Orbitale wegen zu großer Energieunterschiede für eine Hybridisierung oft nicht eignen. Da die Hybridisierung jedoch kein realer Vorgang, sondern nur ein Modell ist, kann die Interpretation von Molekülstrukturen vielfach auch mit nicht beziehungsweise nur teilweise hybridisierten Orbitalen erfolgen. Entscheidend für die Interpretationsweise sind stets die experimentellen Befunde wie Bindungswinkel und Abstände.

Tab.1
bindende EP σ-Bindungenfreie EPHybrid FormelElektronenstrukturMolekülstrukturBeispiele
2sp AX2 linearlinear BeCl2 (g)
3 sp2 AX3 trigonal-ebentrigonal-eben BF3
21 sp2 AX2E trigonal-ebengewinkelt SnCl2 (g)
4 sp3 AX4 tetraedrischtetraedrisch CH4, NH4+
31 sp3 AX3E tetraedrischtrigonal-pyramidal NH3
22 sp3 AX2E2 tetraedrischgewinkelt H2O
5 sp3d AX5 trigonal-bipyramidaltrigonal-bipyramidal PF5
41 sp3d AX4E trigonal-bipyramidalverzerrt SF4
32 sp3d AX3E2 trigonal-bipyramidalT-förmig ClF3
23 sp3d AX2E3 trigonal-bipyramidallinear XeF2, I3, ICl2
6 sp3d2 AX6 oktaedrischoktaedrisch SF6, SiF62
51 sp3d2 AX5E oktaedrischquadratisch-pyramidal IF5
42 sp3d2 AX4E2 oktaedrischquadratisch-planar XeF4, ICl4
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