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Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 16 von 20

Dipolmoment

Dipolmomente mehratomiger Moleküle

Bei mehratomigen Molekülen kann man sich das Gesamtdipolmoment aus den Bindungsmomenten der einzelnen Bindungen vektoriell addiert vorstellen. (Die Momente der einzelnen Bindungen sind aber experimentell nicht direkt messbar.) Die vektorielle Addition bedeutet, dass für das Gesamtdipolmoment das Ausmaß der Bindungspolarisierung einerseits und die räumliche Orientierung der Bindungen andererseits eine Rolle spielen. Die Bindungsmomente beeinflussen sich derart stark, dass aus den Elektronegativitätsdifferenzen der Atome keine brauchbaren Vorhersagen über das Dipolmoment möglich sind. Außerdem spielt das Vorhandensein freier Elektronenpaare im Molekül eine Rolle.

Unter bestimmten Symmetrieverhältnissen können sich die Bindungsmomente zu einem Dipolmoment von Null addieren. Dies zum Beispiel ist der Fall bei Bortrifluorid (trigonal-planare Struktur) und Kohlendioxid (lineare Struktur).

Abb.1

Das Ammoniakmolekül (trigonal-pyramidal, Typ AX3E) und das Wassermolekül (gewinkelt, Typ AX2E2) besitzen dagegen ein Dipolmoment.

Abb.2
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