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Tutorial MenueDie chemische BindungLerneinheit 16 von 20

Dipolmoment

Das Dipolmoment

Ein Molekül bildet einen Dipol, wenn eine ungleichmäßige Ladungsverteilung vorliegt, d.h. wenn zwei Pole mit jeweils unterschiedlichem Vorzeichen (e-/e+) existieren. Ein Dipol wird durch das Dipolmoment charakterisiert. Das Dipolmoment μ ist das Produkt aus Ladung (q) und Abstand der Ladung (l).

Abb.1

μ = q l

Der Vektor μ ist parallel zu l von - nach + gerichtet. Statt der Einheit Coulomb · Meter wird meist traditionell die Einheit Debye (D) verwendet, wobei gilt:

1 D = 3,33 10 30 Cm.

Das Dipolmoment homonuklearer Moleküle wie H2 oder N2 ist Null. Je polarer die Bindung eines zweiatomigen Moleküls ist, desto größer ist sein Dipolmoment. Mit Hilfe des Dipolmoments kann man das Ausmaß der Polarität einer Bindung berechnen. Wäre nämlich die Bindung völlig polar, d.h. eine reine Ionenbindung, so würde sich das Dipolmoment aus Atomabstand und Elementarladung berechnen. Diesen fiktiven Wert μion vergleicht man mit dem experimentell (aus der Dielektrizitätskonstanten) ermittelten Dipolmoment μexp und kann dann die Polarität der Bindung als Ionenbindungsanteil angeben.

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