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Tutorial MenuePeriodensystem der ElementeLerneinheit 1 von 8

Historische Periodensysteme

Einleitung

Eine Vielzahl der chemischen Elemente wurden bereits zwischen 1780 und 1850 entdeckt. Anfang des 19. Jahrhunderts stellten Chemiker fest, dass sich gewisse Elemente in ihren Eigenschaften und chemischen Reaktionen auffallend gleichen. Untersuchungen führten zu Versuchen, die Elemente in bestimmte Klassen einzuteilen oder sie in Beziehungen zueinander zu stellen.

Triaden
Abb.1
Johann Wolfgang Döbereiner
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Johann Wolfgang Döbereiner stellte bereits 1819 ein System auf, in dem er Elemente nach sogenannte Triaden, das heißt Gruppen von je drei Elementen mit ähnlichen Eigenschaften sortierte. Beispiele für Triaden sind:

  • Chlor - Brom - Iod
  • Calcium - Strontium - Barium
  • Lithium - Natrium - Kalium

 

Sortierung nach steigender Atommasse
Abb.2
Dimitri Mendelejew
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Richtungweisend war der Gedanke, die Elemente nach wachender Atommasse zu ordnen. Auf diesem Prinzip aufbauend stellten Dimitri Mendelejew und Julius Lothar Meyer gleichzeitig und unabhängig von einander 1869 ein Periodensystem auf. Dieses Periodensystem hat weitgehende Ähnlichkeit mit dem uns heute bekannten. Es enthielt Lücken, weil eine Anzahl von Elementen noch unbekannt war, stellte die Elemente jedoch bereits periodisch nach ähnlichen Eigenschaften auf.

Abb.3
Julius Lothar Meyer
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Bemerkenswert ist, dass Mendelejew und Meyer ihre Periodensysteme vor der Entdeckung des Elektrons aufstellten.

Die grundsätzliche Ordnung nach steigenden Atommassen wurde pragmatisch an einigen Stellen wie Tellur/Iod oder Argon/Kalium durchbrochen, weil die Verwandtschaft im chemischen Verhalten dafür sprach. Heute wissen wir, dass für das periodische Wiederkehren bestimmter Eigenschaften nicht die Atommasse verantwortlich ist, sondern die Anzahl von Elektronen in der Hülle. Die Kenntnis der Struktur der Elektronenhülle spielt dementsprechend für die Deutung der Abläufe chemischer Reaktionen, das heißt für das Zustandekommen von Verbindungen, eine wesentliche Rolle.

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