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Tutorial MenueSäuren und BasenLerneinheit 1 von 8

Säure-Base-Theorien

Beispiele

  • Die Stabilitätsverhältnisse bei den Kupfer- und Berylliumfluoro und -amminkomplexen lassen sich dahingehend interpretieren, dass Be2+ härter ist als Cu2+ und F- härter als NH3. Also sind die stabilsten Reaktionsprodukte [BeF4]2- (hart/hart) und [Cu(NH3)4]2+ (weich/weich).
  • Al3+ ist eine harte Säure. F- ist eine härtere Base als OH-. Bei Versetzen von Aluminiumhydroxid mit Fluorid bildet sich Hexafluoroaluminat (Nachweis von Aluminium in der qualitativen Analyse):
Al(OH)3+ 6F [AlF6]3+ 3OH
  • CaS ist das Reaktionsprodukt der harten Säure Ca2+ mit der weichen Base S2− und deshalb bei Anwesenheit der härteren Säuren H2O oder OH nicht beständig, das heißt Calciumsulfid hydrolysiert unter Feuchtigkeitseinfluss.
  • Die Kationen Pb2+, Cu2+, Co2+ sind weicher; ihre Sulfide hydrolysieren nicht.

Auch die Erfahrung, dass die Metallhalogenide der höchsten Oxidationsstufen die Fluoride sind, lässt sich mit dem HSAB-Konzept erklären. Betrachtet man die Metallhalogenide formal als Reaktionsprodukte aus den jeweiligen Anionen und (zum Teil hypothetischen) Metallkationen, so steht im Einklang mit dem HSAB-Konzept, dass die harten, hochgeladenen Metallkationen bevorzugt mit der härtesten Base, dem Fluoridion stabile Reaktionsprodukte ergeben; die Iodide bilden sich mit den niedriger geladenen Kationen.

Tab.1
Nebengruppenhalogenide
VF2 VCl2 VBr2 VI2
VF3 VCl3 VBr3 VI3
VF4 VCl4 VBr4 VI4
VF5
CrF2 CrCl2 CrBr2 CrI2
CrF3 CrCl3 CrBr3 CrI3
CrF4 CrCl4 CrBr4
CrF5
MoCl2
MoF3 MoCl3 MoBr3 MoI3
MoF4 MoCl4
MoF5 MoCl5
MoF6
WCl3 WBr3 WI3
WF4 WCl4 WBr4 WI4
WF5 WCl5
WF6 WCl6
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