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Tutorial MenueSäuren und BasenLerneinheit 5 von 8

Pufferlösungen

Anwendung von Pufferlösungen

Pufferlösungen spielen in der Chemie eine wichtige Rolle. Ein Beispiel ist die Fällung von Aluminiumhydroxid bei einem möglichst konstanten pH-Wert von 9, da sonst im Verlauf der Fällung OH-Ionen aus der Lösung verbraucht werden und mit sinkendem pH die Löslichkeit des Al(OH)3 wieder zunimmt. Man könnte den Verlust an Hydroxidionen in der Lösung durch Zusatz von Natronlauge ausgleichen, müsste dann aber mehrfach den pH-Wert kontrollieren. Einfacher ist es, den gewünschten pH-Wert durch Pufferung zu stabilisieren.

Bei komplexometrischen Titrationen mit Na2EDTA werden im Verlauf der Komplexbildung Protonen frei; durch den sinkenden pH-Wert würde die Stabilität des Komplexes beeinträchtigt. Deshalb arbeitet man auch hier in gepufferter Lösung. Außerordentlich wichtig sind Puffer für den Ablauf biochemischer Reaktionen. So besitzt das menschliche Blut einen pH-Wert von 7,35 bis 7,45. Stärkere Abweichungen sind lebensbedrohlich. Da vor allem bei der Muskelarbeit Milchsäure entsteht, bestünde für ungepuffertes Blut Gefahr der Übersäuerung. (Als Puffersysteme wirken im Blut vor allem CO2/HCO3 und die amphoteren Serumproteine puffernd.)

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