Zellbiologie, Molekularbiologie

Die Enden der eukaryontischen, linearen chromosomalen DNA werden Telomere genannt (griech. τελοσ "das Ende"). Telomerische DNA enthält mehrere Hunderte von tandemartig angeordneten Wiederholungssequenzen, die aus sechs Nucleotiden bestehen. Am 3'-Ende findet man je nach Spezies bestimmte Nucleotidgruppen, z.B. das Hexanucleotid TTAGGG bei Wirbeltieren. Die Enzelstrangregion am Ende der DNA faltet sich derart zurück, dass eine Duplex-Struktur ausgebildet und durch Bindung Telomer-spezifischer Proteine stabilisiert wird. Telomere werden durch spezielle Enzyme, die Telomerasen, repliziert. Die Funktion der Telomere besteht wahrscheinlich darin, die Enden der DNA zu schützen und zu tarnen. Veränderungen in den Telomerregionen werden mit Zellalterung und Krebsentstehung in Verbindung gebracht.

Siehe auch: Nucleinsäuren, Telomerase

Makromolekulare Chemie

Zur Bedeutung der Telomere in der Makromolekularen Chemie

Siehe auch: Telomerisation

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