Biochemie
Oxytocin (griechisch oxys "schnell" und tokos "gebären") ist ein cyclisches Peptidhormon aus neun Aminosäuren, das dem Vasopressin strukturell ähnelt. Oxytocin wird aus dem Vorläufer-Protein Präprooxytocin im Hypothalamus gebildet und in der Hypophyse gespeichert. Oxytocin wird auch im Gelbkörper und Hoden gebildet. Im Organismus von Säugetieren kann das Hormon Wehen auslösen, indem es auf die glatte Muskulatur des Uterus wirkt und beeinflusst ebenfalls die Muskulatur der laktierenden Milchdrüse. Es senkt den Blutdruck und wirkt im Gehirn zusammen mit den Steroidhormonen auf das Verhalten. Im Blut beträgt die Halbwertszeit von Oxytocin nur wenige Minuten.
Seit der 1953 erfolgten Strukturaufklärung des Oxytocins, stehen zahlreiche wirksame synthetische Analoga u.a. als Wehenmittel für die Geburtshilfe zur Verfügung.
