Biochemie

Gastrin ist ein Peptid-Gewebehormon, das in der Schleimhaut des Magens produziert wird. Es wird als Vorläufer-Peptid mit etwa 120 Aminosäuren synthetisiert und posttranslational in kleinere Peptide gespalten, die jedoch alle den gleichen Carboxy-Terminus aufweisen. Beim Menschen kommt vorwiegend Gastrin-34 ("big gastrin") vor, die kleinste Form ist das Gastrin-17 ("mini gastrin"). Sie besitzen dieselbe biologische Aktivität, da diese auf dem Vorhandensein der letzten vier C-terminalen Aminosäuren beruht.

Gastrin nimmt eine Schlüsselrolle in der Regulation der Magensaftsekretion ein. Die Ausschüttung von Gastrin wird hauptsächlich durch den Kontakt der Magenschleimhaut mit Protein-Hydrolyse-Produkten stimuliert (daneben auch durch pH-Werte über 3,5 und Reize des Nervus vagus). Es bindet an Gastrin-Rezeptoren von Zellen der Magenschleimhaut und löst damit ein Signal aus, das die Abgabe von Salzsäure und Pepsinogen in das Magenlumen stimuliert.

Aminosäure-Sequenz von "little gastrin": Glp-Gly-Pro-Trp-Leu-Glu-Glu-Glu-Glu-Glu-Ala-Tyr-Gly-Trp-Met-Asp-Phe-NH2

Siehe auch: Gastrin-Rezeptor

Empfohlene Lerneinheiten