Biochemie
Der Neurotransmitter Dopamin (2-(3,4-Dihydroxyphenyl)-ethylamin, Hydroxytyramin) gehört zu den Catecholaminen und entsteht durch Decarboxylierung von L-Dopa ((S)-3,4-Dihydroxy-phenylalanin) in den sympathischen Nervenendigungen und den Nebennieren. Dopamin ist die Vorstufe von Adrenalin und Noradrenalin, es ist beteiligt an der Stressbewältigung, am männlichen Sexualverhalten, aber auch an der Entwicklung von Suchterkrankungen oder Psychosen. Ein niedriger Dopamin-Spiegel bzw. ein Mangel an Dopamin-Rezeptoren im Gehirn gilt als Ursache der Parkinson-Krankheit, während eine erhöhte Dopamin-Konzentration eine Rolle bei der Entstehung von Schizophrenien spielt.
In der Medizin wird Dopamin u.a. zur Steigerung des arteriellen Blutdrucks eingesetzt; zur Behandlung der Parkinson-Krankheit wird allerdings L-Dopa verwendet, da Dopamin selbst die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden kann.
Siehe auch: Adrenalin, Noradrenalin